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Aktuelles

EED-Partner und „Brot für die Welt“-Mitarbeiter in Kamerun festgenommen
(Bonn/Stuttgart, 11.12.2008) Die Polizei im zentralafrikanischen Kamerun hat gestern Morgen in der Hauptstadt Jaunde eine Demonstration gegen Korruption im Landwirtschaftsministerium gewaltsam aufgelöst. Derzeit befinden sich noch sechs Personen in Polizeigewahrsam, darunter der Präsident der EED-Partnerorganisation Association Citoyenne de Défense des Intérêts Collectifs, Bernard Njonga. [Update: Die Verhafteten befinden sich mittlerweile wieder alle auf freiem Fuß.] Der EED und „Brot für die Welt“ fordern ihre Freilassung und die Wiederzulassung ihrer Aktivitäten.
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Piraterie vorbeugen - nicht militärisch bekämpfen!
(Bonn, 09.12.2008) Der zu erwartende Beschluss der Bundesregierung durch einen neuen Kampfeinsatz der Bundesmarine am Horn von Afrika die Schiffspiraterie zu bekämpfen, wird die Ursache der Piraterie - die armutsbedingten Probleme der Küstenbewohner Somalias - nicht lösen.
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„Mörderische Subventionen“ bekommt Mainzer Journalistenpreis
(Bonn, 25.11.2008) Die Stiftung Presseclub Mainz hat gestern den Film "Mörderische Subventionen" von SWR-Redakteur Thomas Reutter mit dem Mainzer Journalistenpreis ausgezeichnet. Der EED hatte den Beitrag zur Auszeichnung vorgeschlagen. Er zeigt anschaulich, wie europäische Schweinefleischexporte – teilweise mit Hilfe von Exportsubventionen verbilligt - die Armut in afrikanischen Ländern verschärfen.
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Ungerechter Geflügelhandel bedroht Ernährungssicherheit Afrikas
(Hannover, 13.11.2008) Fünf Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Geflügelproduzenten machen auf der Messe EUROTIER vom 11. bis 14. November in Hannover auf die Situation der Geflügelproduzenten in ihren Heimatländern aufmerksam. Gemeinsam mit dem EED betonen sie die Mitverantwortung der europäischen Geflügelwirtschaft für die Importflut von Hähnchenteilen aus Europa, die afrikanische Geflügelhalter ruiniert. Sie suchen nach Möglichkeiten der konstruktiven Zusammenarbeit.
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Gemeinwohl vor Markt. Wohlstand statt Wachstum
(Berlin, Stuttgart, Bonn, 14.10.2008) BUND, Brot für die Welt und Evangelischer Entwicklungsdienst präsentieren Leitfaden für einen Zivilisationswandel.
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Weitere Meldungen

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Ländliche Entwicklung

Menschen auf dem Land stärken

Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sind zentrale Anliegen der Entwicklungspolitik: Die meisten Armen und Hungernden auf der Welt leben auf dem Land. Nach wie vor wird der ländliche Bereich vernachlässigt und geplündert und der Zugang zu Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ist kaum gegeben. Oft verweigern ländliche Machtstrukturen den unteren Schichten ihre Rechte und die Kleinbauern werden an den Rand der Entwicklung gedrängt.
MOP4 in Bonn
Videoberichte von der Konferenz
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In den globalisierten Märkten werden die einkommensschwachen und ressourcenarmen Strukturen der ländlichen Gebiete nicht berücksichtigt.

Verkauf auf regionalen Bauernmärkten | © CAPA
Bild vergrößern Vermarktung von Produkten wird gefördert: Verkauf auf regionalen Bauernmärkten
Der EED fördert keine speziellen Projekte im Bereich der landwirtschaftlichen Produktion. Die unterstützten Programme sind integrierte ländliche Entwicklungsvorhaben, bei denen Nahrungsmittelproduktion allenfalls ein Teil des Gesamtprogramms darstellt. Die Armuts- und Hungerbekämpfung auf dem Lande steht im Mittelpunkt. Dazu gehören neben Verbesserung der Produktionstechnik vor allem die Basisgesundheitssysteme, Grundbildung, Geschlechtergerechtigkeit, Bewusstseinsbildung und Formen der Selbstorganisation.


Hunger ist mehr als nur eine Frage der Erzeugung. Es ist das deutlichste Zeichen der Krise des ländlichen Raums, dass 70 Prozent der Hungernden auf dem Land leben Die Menschen, die für andere die Nahrungsmittel erzeugen, haben selbst am wenigsten zu essen haben. Die ländlichen Armen sind extrem verwundbar gegenüber Willkür, betrügerischen Praktiken, Politikwechsel, Marktversagen, Unruhen, Umweltveränderung, internationale Konkurrenz, Handelspolitik und Naturereignissen.
Schwerpunktthemen
Biologische Sicherheit
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Kampagne: Keine Chicken schicken
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Agro-Gentechnik
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Der EED will die Menschen auf dem Land in ihrem Überlebenskampf stärken. Das passiert zum einen durch konkrete Entwicklungsmaßnahmen auf lokaler Ebene. Wir wollen ihnen keine Modernisierung von außen überstülpen. Die Betroffenen müssen ihre Befreiung vor Armut und Hunger selbst in die Hand nehmen. Sie sind die Experten ihres eigenen Überlebenskampfes. Die Beteiligung der Betroffenen und ihre Bewusstseinsstärkung ist für alle Projekte zentral. Die Technik, die wir fördern, benötigt keine aufwendigen Maschinen, Apparate oder Institutionen. Es sind sensible Formen der Weiterentwicklungen eigener, zum Teil traditioneller Methoden und gesellschaftlicher Einrichtungen.
  • Unser Einsatz für die ökologische Landwirtschaft, traditionelle Saatgutpflege, Biodiversität und gegen zerstörerische Tendenzen, die mit der Agro-Gentechnik zusammen gehen, dient diesem Ziel.
  • Die Finanzierung von integrierten Programmen unserer Überseepartner im Bereich der ländlichen Entwicklung verbessert die Lebensverhältnisse vor Ort unmittelbar.
Bäuerin mit Tochter auf dem Gemüsefeld | © CAPA
Bild vergrößern EED-Partner CAPA produziert in Brasilien Gemüse in ökologischem Landbau.
Zum anderen erfordert dieser Ansatz auch eine politische Begleitung auf nationaler und internationaler Ebene. Viele Verarmungsprozesse haben ihre Ursachen in internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Die armen Landbewohner müssen sich für ihre Überlebensfragen Gehör verschaffen. Ihre Zusammenschlüsse und Kampagnen werden deshalb auch von uns gefördert. Auf internationaler Ebene treten wir dafür ein, dass die Politik unserer Regierung, der EU und der internationalen Organisationen immer wieder daraufhin überprüft wird, ob sie den ländlichen Armen schadet. Doch das reicht nicht: Sie soll auch die Freiräume für deren selbst bestimmte Entwicklung erhalten und diese fördern.

  • In dem Programm Keine Chicken schicken greifen wir beispielhaft die Forderung einer Partnerorganisation aus Kamerun auf und zeigen die Zerstörung kleinbäuerlicher Hähnchenproduktion in Westafrika durch die Billighähnchenexporte der Europäischen Union auf. Wir setzen uns für den Stopp der ungerechten Exportsubventionen ein.
  • Die EU Welternährungs- und Agrarpolitik ist nicht immer nützlich für arme Entwicklungsländer. Die Reform der Zuckermarktordnung in der EU ist dafür ein Beispiel.
  • Über den internationalen Handel mit Agrargütern, Saatgut und Agrartechnologie wird die Agro-Gentechnik zum Teil unkontrolliert an den Gesetzen der Importländer vorbei verbreitet. Mit unserer Berichterstattung zur dritten Konferenz über die Konvention zur biologischen Sicherheit in Curitiba begleiten wir die internationale Politik zu diesem Thema.