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Aktuelles

EED-Partner und „Brot für die Welt“-Mitarbeiter in Kamerun festgenommen
(Bonn/Stuttgart, 11.12.2008) Die Polizei im zentralafrikanischen Kamerun hat gestern Morgen in der Hauptstadt Jaunde eine Demonstration gegen Korruption im Landwirtschaftsministerium gewaltsam aufgelöst. Derzeit befinden sich noch sechs Personen in Polizeigewahrsam, darunter der Präsident der EED-Partnerorganisation Association Citoyenne de Défense des Intérêts Collectifs, Bernard Njonga. [Update: Die Verhafteten befinden sich mittlerweile wieder alle auf freiem Fuß.] Der EED und „Brot für die Welt“ fordern ihre Freilassung und die Wiederzulassung ihrer Aktivitäten.
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Kollektive Rechte indigener Völker anerkennen
(Posen, 11.12.2008) Vor 60 Jahren wurde die Menschenrechtserklärung – eines der bedeutendsten Dokumente in der Entwicklung des Völkerrechts – verabschiedet. In der UN-Erklärung werden auch die fundamentalen Grundrechte der indigenen Völker von der internationalen Staatengemeinschaft anerkannt. Indigene Völker und ihre Rechte sind auf vielfältige Weise vom Klimawandel betroffen.
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Kämpferin für Menschenrechte
(Posen, 10.12.08) Nafisa Goga D'Souza hat noch Hoffnung. Allerdings liegt das nicht daran, dass sie großes Vertrauen in den Erfolg der Klimakonferenz hat.
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Durchsetzung der Menschenrechte fördert Entwicklung
(Stuttgart/Bonn, 10.12.2008) Die evangelischen Hilfswerke „Brot für die Welt“ und Evangelischer Entwicklungsdienst weisen zum Tag der Menschenrechte darauf hin, dass die Durchsetzung von Menschenrechten eine der zentralen Voraussetzungen für gelingende Entwicklung ist. Zum 60. Geburtstag der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ würdigen beide Organisationen die Bedeutung dieser Erklärung als Fundament des weltweiten Menschenrechtsschutzes.
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Den Glauben an die Menschenrechte zu verlieren, ist keine Option
(Aachen, 10.12.2008) Auf einer Tagung zum 60 Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte diskutierten die „Rabbis for Human Rights" und christliche Befreiungstheologen, ob von der Erklärung für Menschen im Nahen Osten heute noch eine Inspiration ausgeht.
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Weitere Meldungen

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Entwicklungspolitischer Dialog

Für die Interessen des Südens

Kampagne „Gerechtigkeit jetzt“ | © EED
Bild vergrößern Entwicklungspolitischer Einsatz: Kampagne „Gerechtigkeit jetzt“
Viele Entscheidungen, die von den Regierungen der Industriestaaten getroffen werden, haben gravierende Auswirkungen auf Menschen in den ärmeren Ländern dieser Welt. Noch immer legen die Staaten des Nordens einen Großteil der internationalen Regeln fest. Welche Auswirkungen die Verbreitung der Agro-Gentechnik oder das Konsum- und Reiseverhalten von Deutschen auf die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern haben, ist meist unbekannt.

"Neben der Verkündigung des Wortes Gottes muss es weiterhin vorrangige Arbeit der Kirchen sein, sich an die Seite der Schwachen und Ausgegrenzten zu stellen und diese zu unterstützen. Kirchliche Arbeit muss daher politischer werden", hat die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland im Jahr 2000 mit Blick auf die Globalisierung gefordert. Der EED setzt sich in Deutschland und Europa mit seiner Lobby- und Advocacyarbeit dafür ein, dass die Anliegen der Partner in den Entwicklungsländern gehört werden - bei politischen Entscheidungsträgern, in den Kirchen und von einer breiteren Öffentlichkeit.

Hierzu arbeitet der EED in drei Themenfeldern:

1. Handel und Wirtschaft

Der EED fragt danach, wie Hunger bekämpft werden kann. Viele Politikfelder haben Auswirkungen auf Welternährungsfragen: internationaler Agrarhandel (Stichwort: Fleischexport in Entwicklungsländer), europäische Agrarpolitik (Stichwort: Agrarexportsubventionen) und die Entwicklung der Agrartechnologie (Stichwort: Grüne Gentechnologie).
Der EED setzt sich mit seinen Partnern dafür ein, dass mit in den Blick gerät, wie Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in anderen Kontinenten betroffen sind.
Die weltweiten Handelsströme sind gewaltig angewachsen. Die ärmeren Länder fordern seit Jahren eine Entwicklungsrunde in den Verhandlungen der Welthandelsorganisation, in der ihre drängenden Probleme gelöst werden. Der EED ist bei den Konferenzen der Welthandelsorganisation WTO mit seinen Partnern vor Ort und übermittelt deren Anliegen politischen Entscheidungsträgern.
Vom 6. bis 8. Juni 2007 haben sich in Heiligendamm bei Rostock unter Leitung der deutschen Kanzlerin die Regierungen der G8-Staaten in Heiligendamm bei Rostock getroffen. Der EED begleitete den Gipfel mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen.
Der Faire Handel zeigt, wie Handelsbeziehungen im Interesse von Produzenten in Entwicklungsländern gestaltet werden können.
Der Ferntourismus lockt jedes Jahr Millionen von Menschen in die "Dritte Welt". Es ist wichtig, ihn sozial und ökologisch verträglich zu gestalten. Der EED arbeitet zielstrebig daran, dass die Tourismusindustrie ihren Verhaltenskodex umsetzt.

2. Millenniumsentwicklungsziele und Armutsbekämpfung

Nicht weniger als 189 Staaten haben auf dem Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen im September 2000 vereinbart, extreme Armut bis 2015 drastisch zu reduzieren. Der EED hält nach: Was muss in Nord und Süd getan werden, um die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen? Der EED und seine Partner setzen sich konkret ein, um die Armut zu überwinden. Kirchen in vielen Entwicklungsländern erbringen entscheidende Beiträge, dass Menschen Gesundheitsbetreuung und eine Ausbildung erhalten. Von Jahr zu Jahr beteiligt sich der EED an Vorhaben, die das Engagement Deutschlands für weltweite Armutsbekämpfung und globale Entwicklungspartnerschaft kritisch begleiten.
Ohne eine grundlegende Entschuldung der ärmeren Staaten bleiben die Ziele illusorisch. Was ist unsere Aufgabe in Deutschland, damit Armutsbekämpfung und Entwicklung finanzierbar werden? Der EED schafft gemeinsam mit Partnern aus Afrika, Asien und Lateinamerika Plattformen bei der Weltbank oder deutschen Ministerien, damit sie auf die Probleme, die ihre Länder durch übergroße Schuldenlasten haben, aufmerksam machen können.
Wenn die Staaten ihre Menschenrechtsverpflichtungen ernst nähmen, wäre extreme Armut längst zurückgedrängt. Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte ergänzen die politisch-bürgerlichen. Der EED weist nach, dass auch deutsche Außen- und Wirtschaftspolitik darauf zu achten hat, dass Menschen in anderen Ländern ihre Rechte wahrnehmen können.
Zur Armutsbekämpfung zählt auch der Aufbau einer funktionierenden Gesundheitsversorgung und insbesondere der Kampf gegen HIV/AIDS. In manchen Gebieten Afrikas ist jeder Dritte HIV-infiziert. Behandlungs- und Pflegekosten, der Verlust von Know-how und eine geringe Lebenserwartung schwächen die Gesellschaften. Der EED beteiligt sich als Teil des ökumenischen Bündnisses Ecumenical Advocacy Alliance an der Aidskampagne und fordert, dass zusätzliche Mittel für die Behandlung von Aids bereit gestellt werden und geringere Kosten für lebensnotwendige Medikamente.

3. Friedensförderung und Konfliktbearbeitung

Gewalttätige Konflikte machen Entwicklung zunichte und stürzen Menschen in Armut. Die kirchliche Zusammenarbeit sucht nach Strategien, wie Frieden gefördert werden kann. Der EED arbeitet maßgeblich daran mit, dass die friedensfördernden Potentiale von Basisorganisationen erkannt und gestärkt werden.
Welche Rollen spielen die Religionen dabei? Sind sie Ursache von Konflikten oder tragen sie dazu bei, dass sich Menschen achten und ein friedliches Zusammenleben anstreben? Der EED geht Konfliktursachen genauer auf den Grund.