Projektübersicht
Die Verrückten von Dodoma
„Die Leute bezeichneten uns als verrückt“, sagt Raphael Chinolo und lächelt
dabei wie jemand, der es besser weiß. Auf jeden Fall hielten seine Nachbarn ihn und seine Frau
Jessica für durchgeknallt, als er vor zehn Jahren begann, auf seiner Shamba, seinem
Feld, einen drei Meter tiefen Gully zu „verschließen“, eine dieser zahlreichen Erosionsrinnen,
die sich während der Regenzeit in reißende Wildwasser verwandeln
und die Felder wegfressen.mehr
Netze des Friedens knüpfen
Mit dem Zivilen Friedensdienst in Sierra Leone erfüllte sich Katharina Schilling den Wunsch, in Afrika zu arbeiten. Die Bilanz der Diplom-Sozialökonomin ist positiv: "Für Menschen, die ständig beschäftigt sind, ihr Überleben zu sichern, sind Aufrufe zur Gewaltfreiheit eine Provokation. Wenn sie sich darauf einlassen, merken sie, welche Kraft in der gewaltfreien Kommunikation steckt." Wie Katharina Schilling arbeiten vom EED vermittelte Friedensfachkräfte in 20 Ländern der Erde.
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Landrechte verteidigen in Kambodscha
Fünf Quadratkilometer: Mehrere Soldaten mussten bereits ihr Leben lassen im Kampf um einen Zipfel Land, auf dem der ehemalige Hindu-Tempel Preah Vihaer im thailändisch-kambodschanischen Grenzgebiet steht. Ein Krieg wird um diese umgerechnet 500 Hektar geführt, während in anderen Teilen Kambodschas zehntausende Hektar von der Regierung an Agrarkonzerne und Bodenspekulanten zu sehr günstigen Konditionen langjährig verpachtet werden. Die Bauern, die dieses Land seit vielen Jahren bebauen, werden vertrieben.mehr
Krankenhaus Matema: Paradies und Hölle
Direkt am Ufer des imposanten Njassa-Sees steht das kleine lutherische Krankenhaus in Matema.
Der Ort sei Paradies und Hölle zugleich, berichteten deutsche Medizinstudierende
nach einem Praktikum. Die Landschaft mutet paradiesisch an, doch das Aids-Virus
bedeutet für die Kranken die Hölle. Heinke Schimanowski-Thomsen, eine vom EED vermittelte Ärztin, ist rund um die Uhr für die Kranken da.mehr
Farbenfroh: Der Ausdruck von Gefühlen macht Jugendliche stark
Vor zwölf Jahren begann der niederländische Theaterpädagoge Jan Willems mit seinem Team die Arbeit im Gazastreifen. Für Theatre Day Productions war es anfangs nicht leicht, Mädchen und junge Frauen für die Theaterworkshops anzusprechen. „Viele Eltern dachten da erst einmal an Bauchtanz.“mehr
Sparen für eine bessere Zukunft
4.100 Menschen haben sich in der tansanischen Region Kagera in derzeit 42 Spar- und Kreditgruppen zusammengeschlossen. Durch ihre regelmäßigen Rücklagen können Kredite an Mitglieder vergeben werden, die dadurch kleine Unternehmen auf- oder ausbauen können.mehr
Costa Rica: Ausbildung für Demokratie
Lidia, Vicki, Carmen und Aura: Vier Frauen, deren Schicksale denen von tausenden in Costa Rica und Mittelamerika gleichen. Vier wahre Geschichten, die belegen, dass es in ihrer Gesellschaft nicht die gleichen Möglichkeiten für Männer und Frauen gibt. Aber auch, dass es sich lohnt, für ein besseres Leben zu streiten und dass Verhältnisse auch im Kleinen veränderbar sind. Die Lebenswege aller vier kreuzten sich bei der costaricanischen Nichtregierungsorganisation CEP-Alforja.mehr
Wohin mit dem Müll?
In Benin hilft ein kirchlicher Dienst bei der Abfallentsorgung. Einer der Schwerpunkte des kirchlichen Sozial- und Entwicklungsdienstes Bethesda ist es, Kommunalverwaltungen in der Abfallentsorgung zu beraten. Mehr Recycling und der Aufbau einer wirtschaftlich selbsttragenden Müllabfuhr sind die Ziele. Das lindert nicht nur eines der wachsenden Umweltprobleme, sondern schafft auch Arbeitsplätze.mehr
Heißer Draht für Menschenrechte
Das Telefon steht selten still in den Räumen des Ost-Jerusalemer Rechtshilfezentrums HaMoked. Seit fast zwanzig Jahren ist die israelische Partnerorganisation des EED Anlaufstelle für Menschen, die schnelle Hilfe in Notsituationen und Rechtsbeistand gegen Verletzungen von Menschenrechten suchen.mehr
Handwerk hat goldenen Boden
Justin Murhula legt den Handbohrer beiseite und wischt die frischen Späne weg. In dieses Loch wird er den Seitenspanner schrauben. Noch sieht der Rohbau aus wie eine Spielzeugattrappe, doch in drei Tagen wird er neben den blau- und rotgestrichenen E-Gitarren von der Werkstattdecke baumeln. Über ein Jahr ist es her, als er sich in der Gitarrenwerkstatt des Handwerkerausbildungszentrums CAPA im alten Industrieviertel von Bukavu zum ersten Mal neugierig umsah. „Ich wusste sofort, dass es das war, was ich lernen wollte“, erzählt der 20-Jährige mit leiser Stimme.mehr
Reis in China: Umweltorganisation contra Gen-Lobby
Noch ernten die Bauern in China keinen genmanipulierten Reis. Dafür, dass dies so bleibt, setzt sich die unabhängige Umweltorganisation PEAC ein. Sie bezweifelt die These, dass Gen-Reis den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft vermindern kann. In einer Pilotuntersuchung am Beispiel transgener Baumwolle erwiesen sich Spekulationen, der Pestizidgebrauch könne bis zu 80 Prozent reduziert werden, als haltlos.
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Beat it! - Informationsfernsehen gegen HIV/AIDS
In Südafrika ist fast jede fünfte Person mit HIV infiziert. Trotzdem fehlen häufig Informationen über die Krankheit AIDS und ihre Behandlungsmöglichkeiten. Mit einer wöchentlichen Fernsehsendung klärt unser Partner CHMT die Bevölkerung auf.mehr
Schule statt Kinderarbeit auf den Philippinen
Im Distrikt Murcia im Norden von Negros Occidental hat jedes fünfte Kind im Alter zwischen zwölf und siebzehn Jahren vorzeitig die Schule abgebrochen, weil es arbeiten gehen muss. Ein Programm der EED-Partnerorganisation Quidan Kaisahan (QK) unterstützt Jugendliche mit abgebrochener Schulbildung nachträglich einen Schulabschluss zu machen.mehr
Zivile Hilfe im Kongo: Aufbau des Gesundheitssystems
Jeder Arzt ist ein Stück Hoffnung. Im Kongo ist ein Arzt oder eine Ärztin für elftausend Menschen zuständig. Da die meisten Ärzte in der Hauptstadt Kinshasa arbeiten, ist die medizinische Versorgung auf dem Land schlecht. Ein Projekt der Kirche Christi im Kongo hat Erfolge im Kampf gegen den Ärztemangel.mehr
Keine Chicken schicken
Viele Ställe stehen leer in Kamerun, weil Geflügelzüchter aufgeben mussten. Die Bürgervereinigung ACDIC arbeitet erfolgreich
gegen den Import von subventioniertem Hühnerfleisch aus der Europäischen Union und hilft einheimischen Geflügelzüchtern ihre
Produktion wieder aufzubauen. Der Evangelische Entwicklungsdienst unterstützt die Arbeit der Organisation in Kamerun und
setzt sich in Deutschland für den Stopp der Exportsubventionen ein.mehr
Gesundheitsstationen für den Südsudan
Während in anderen Teilen Sudans nach wie vor Bürgerkrieg herrscht, schweigen im Süden des Landes die Waffen. Mit dem Friedensabkommen vom Januar 2005 endete der längste Bürgerkrieg Afrikas, der seit der Unabhängigkeit des Landes 1955 nahezu ununterbrochen anhielt. Der Evangelische Entwicklungsdienst unterstützt seit 1997 den Aufbau von Gesundheitsstationen und die Ausbildung von Krankenpflegepersonal in dem kriegszerstörten Land.mehr
Ökologischer Landbau in Brasilien
Im Süden Brasiliens erschließen sich Kleinbäuerinnen und -bauern neue Einkommensquellen, indem sie auf die ökologische Karte setzen und die Vermarktung ihrer Produkte in die eigene Hand nehmen. Sie nehmen Einfluss auf die politischen
Entscheidungsträger, um ihre Interessen zu vertreten. Die EED-Partnerorganisation CAPA unterstützt sie dabei mit Beratungszentren, Seminaren und Medienarbeit.mehr
